ANGELIKA
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Angelika Bartholl

Angelika Bartholl hat eine Position, die stark vom Kontext, in dem ihre Arbeit entsteht, bestimmt wird. Das bedeutet ihr Konzept ist beeinflußt von der Idee, die hinter der sinnlichen Erscheinung steht. Im Arbeitsprozess wird das Konzept geöffnet - Unvorhersehbares, Chaos und Verwerfung führen zu etwas, was im Voraus nicht planbar ist. Angelika Bartholl geht davon aus dass allen Erscheinungsformen und Begriffen eine übergeordnete Gesetzmäßigkeit zugrunde liegt. Um dies in den dinglichen Raum zu transportieren, arbeitet sie medienübergreifend mit Installationen, Objekten, Malerei, Zeichnung und Fotografie. „Die Freiheit, andere Fragen zu stellen, nie anzukommen, sich in jede nur mögliche Richtung zu entwickeln, diese Freiheit muss erst einmal ausgehalten werden. Die Frage der Freiheit ist hier nicht die Freiheit von etwas, es ist die Frage der Freiheit zu etwas.“

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Between the Worlds
Kunstraum Bogenhausen, München

Ihre medienübergreifenden Installationen aus Objekten, Malerei, Zeichnung und Fotografie sind ein Wechselspiel von Innen und Aussen, sind bedingt durch übergeordneten Ideen, die in der Fläche wie im Raum angesiedelt sind. Physik und Metaphysik fallen ineinander. Das mathematische oder gegenständliche Modell wird zum philosophischen Begriff. Was scheinbar so berechnend konstruiert wirkt, enthält das Innerste des Seins. Ihre Kunst geht immer über das mit unseren Sinnen Erfahrbare hinaus, um schliesslich als fertige Werke eine neue Geschichte zu erzählen als Einladung an den Betrachter als Zuhörer. Walter Kugler, Katalogauschnitt: Between the Worlds

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BESCHLEUNIGUNGSVEKTOR
Moritzkirche Augsburg I Sanierung: John Pawson

In der Installation „Beschleinigungsvektor“ greift Angelika Bartholl in das Beziehungsgeflecht von Salvator, Altar und Architektur ein. Der Beschleunigungsvektor steht im Zentrum des Geschehens und übersetzt die Kraft des Salvators in eine sich verstärkende, ununterbrochene Bewegung. Die Skulptur wird zu einem Loop, der kein Oben und Unten, kein Innen und Außen kennt. Die Bewegung des Beschleunigungsvektors beginnt und endet im Unendlichen Raum.

GESCHWINDIGKEIT IST RELATIV
BESCHLEUNIGUNG IST ABSOLUT