ANGELIKA
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Seit 1988 setzt sich die Künstlerin mit der Idee auseinander, dass allen Erscheinungsformen und Begriffen eine übergeordnete Gesetzmäßigkeit zugrunde liegt. Nach Platons Ideenlehre sind Ideen nicht bloße Vorstellungen im menschlichen Geist, sondern eine objektiv existierende, metaphysische Realität. Um dies in den dinglichen Raum zu transportieren, arbeitet sie medienübergreifend mit verschiedenen Materialkombinationen und Konzepten.

Angelika Bartholl

Planets

 

Since 1988 Angelika Bartholl has focused on the idea that all manifestations and all terms are subject to a higher law. According to Plato’s Theory of Forms, an idea is not simply a mental concept but an objectively existent metaphysical reality. In order to transport this into the material world, the artist employs various media, combining different materials and concepts.

Angelika Bartholl

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GENESIS 3 °NOW°
Goldberg Gallery, München

Genesis 3 ist eine Installation aus den Bereichen Skulptur, Fotografie und Zeichnung. Das Projekt „now“ bezieht sich auf den dritten Tag der Genesis, an dem Erde und Wasser entstanden sind. Ausgangspunkt der Installation war ein Erdbeben in Nepal, dessen Gebiet die Künstlerin 2015 erwandert hat. In der Installation geht es um die Idee einer eruptiven Welt, in der es keinen Stillstand gibt.

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BESCHLEUNIGUNGSVEKTOR
Moritzkirche Augsburg, Sanierung John Pawson

In der Installation „Beschleinigungsvektor“ greift Angelika Bartholl in das Beziehungsgeflecht von Salvator, Altar und Architektur ein. Der Beschleunigungsvektor steht im Zentrum des Geschehens und übersetzt die Kraft des Salvators in eine sich verstärkende, ununterbrochene Bewegung. Die Skulptur wird zu einem Loop, der kein Oben und Unten, kein Innen und Außen kennt. Die Bewegung des Beschleunigungsvektors beginnt und endet im Unendlichen Raum.

GESCHWINDIGKEIT IST RELATIV
BESCHLEUNIGUNG IST ABSOLUT

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INTO THE SUN – Kunstraum Bogenhausen, München

Eine Hommage von Angelika Bartholl an Hilma af Klint. Leinwandarbeiten aus den Jahren 2011 - 2017

Bartholl‘s Bilder laden zu einer Reise nach innen ein. Fragen über nicht sichtbare Realitäten, was Wirklich-keit, Freiheit und Autorenschaft beinhaltet, sind nicht nur ein Thema der Kunst, sondern auch ein Thema der Geist- und Naturwissenschaften. Die Freiheit, andere Fragen zu stellen, nie anzukommen, sich in jede nur mögliche Richtung zu entwickeln, diese Freiheit hat sich die Künstlerin genommen. Die Frage der Freiheit ist hier nicht die Freiheit von etwas, es ist die Frage der Freiheit zu etwas. Darüber hinaus hat Bartholl einen eigenen künstlerischen Standpunkt entwickelt, der ohne Hilma af Klint und die Frage der Freiheit nicht denkbar wäre.

Siegfried Otteny